Ingolstadt verzichtet 2010 definitiv auf verkaufsoffene Sonntage
Ingolstadt, Neumarkt, 06. März 2010
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die Arbeitnehmerpastoral (ANP) im Bistum Eichstätt sind in den vergangenen Tagen im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags eingetreten. Neben zahlreichen Gottesdiensten und Bildungsveranstaltungen im gesamten Bistum zum Internationalen Tag des freien Sonntags am 3. März erinnerten in Ingolstadt und Neumarkt historische Anspiele an die Verkündigung des arbeitsfreien Sonntags durch Kaiser Konstantin im Jahr 321, dargestellt von Schauspielern in historischer Kleidung. Dabei konnte die Ingolstädter Allianz für den freien Sonntag ein unmittelbares Erfolgserlebnis vermelden. Gegenüber der Neuburger Rundschau erklärte der Pressesprecher der Stadt Ingolstadt, dass sich für 2010 keine Mehrheit im Stadtrat für einen „Verkaufsoffenen Sonntag“ finde, den der Marketingverein IN-City beantragt hatte.
Dazu erklärte Ulrich Berber, geschäftsführender KAB-Diözesansekretär und Vertreter von KAB und ANP in der Ingolstädter Allianz: „Wir waren zuversichtlich, dass die Ingolstädter Stadtratsfraktionen ihr gegebenes Wort halten würden. Damit gehört Ingolstadt als bayernweit einziger Stadt mit mehr als 120.000 Einwohnern ohne verkaufsoffene Sonntage ohne Zweifel das Prädikat familienfreundlich, oder besser noch menschenfreundlich. Denn in Zeiten zunehmender Arbeitsbelastung und Flexibilisierung benötigt unsere Gesellschaft mehr denn je gesellschaftlich gemeinsam nutzbare Zeiten.“ Berber appellierte in diesem Zusammenhang nochmals an die umliegenden Kommunen von Ingolstadt, ihre verkaufsoffenen Sonntage zu reduzieren: „Nehmen sie sich ein Beispiel an Ingolstadt. Verkaufsoffene Sonntage bringen doch für niemanden einen wirklichen Gewinn, denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was am Sonntag eingekauft wird, wird am Montag oder Dienstag nicht gekauft. Der arbeitsfreie Sonntag dagegen bereichert alle.“
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| Ulrich Berber, geschäftsführender KAB-Diözesansekretär, appellierte auch an die Umlandgemeinden von Ingolstadt, ihre verkaufsoffenen Sonntage zu reduzieren. | Der Neumarkter Landrat Albert Löhner unterstützt den Einsatz der Neumarkter Allianz für den freien Sonntag gegen "Verkaufsoffene Sonntage" | |
In Neumarkt, wo die örtliche Allianz für den freien Sonntag erst vor wenigen Monaten die Erweiterung von zwei auf drei verkaufsoffene Sonntage verhindert hatte, zog KAB-Regionalsekretärin Hildegard Remling ebenfalls eine positive Bilanz: „Wir freuen uns, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unsere Informationen positiv aufgenommen haben. Mit unserer Aktion haben wir ein deutliches Zeichen setzen können, dass der Sonntag und damit der Mensch vor Shopping- oder Umsatzinteressen steht.“
Für die Zukunft planen KAB und ANP mit Ihren Bündnispartnern die Gründung weiterer Allianzen für den freien Sonntag im Bistum Eichstätt noch in diesem Jahr, insbesondere in Eichstätt und für die Region Roth-Hilpoltstein.








